Tonia Fee Grass
– Kokon in der Wildschweinsule

Zusammenfassung: Eine verwobene Transformation im Wald

Das Bild zeigt eine geheimnisvolle Installation in einem dichten Waldsaum: Ein weißes, netzartiges Gebilde hängt zwischen den Bäumen und schafft eine ambivalente Spannung zwischen Natur und Kunst. Die organisch fallenden Fäden wirken wie ein Kokon oder ein riesiges Spinnennetz – fragil, fast geisterhaft, doch zugleich leuchtend im diffusen Licht des Waldes.

Die Komposition spielt mit Kontrasten: Das strahlende Weiß der Installation hebt sich scharf von den satten Grüntönen des Waldes ab, während der moosbewachsene Baumstamm rechts als stabiler Anker dient. Die Lichtführung betont die Dualität – die Natur wirkt lebendig, das künstliche Objekt dagegen statisch, wie ein Fremdkörper in der Wildnis.

Symbolisch steht das Netz für Verstrickung und Transformation: Es erinnert an Schicksal (Spinnennetz), Reinheit (Weiß) und Verletzlichkeit (Bandagen). Der Wald als Ort des Unbewussten verstärkt die mystische Wirkung – die Installation wird zum Traumobjekt, das Schutz und Gefangenschaft zugleich verkörpert.

Kunsthistorisch lässt sich das Werk der Land Art zuordnen. Doch anders als deren monumentale Eingriffe wirkt diese Arbeit ephemer, fast surreal – eine poetische Reflexion über die Beziehung zwischen Mensch und Natur.

 


See more & Follow >>>